„Hallo Baby“ beim Deutschen Präventionspreis ausgezeichnet
Ziel des Deutschen Präventionspreises ist es, Gesundheitsförderung zukünftig noch besser in der breiten Öffentlichkeit zu verankern und auf die vielen guten Ideen und Angebote aufmerksam zu machen. Insgesamt 278 Maßnahmen der Gesundheitsförderung bewarben sich zum Thema „Stärkung der Elternkompetenz in der Schwangerschaft und der frühen Kindheit“.
Die Träger des Wettbewerbs sind die Bertelsmann Stiftung und das Bundesministerium für Gesundheit – vertreten durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
„Hallo Baby“ findet seit Einführung vor knapp einem Jahr im Juni 2005 immer mehr Zuspruch und Interesse bei den Schwangeren. Rund 2.500 schwangere BKK Versicherte in NRW nehmen bereits daran teil.
Grund für die Etablierung eines solchen Modells ist die steigende Frühgeburtenrate, die sowohl national als auch international beobachtet wird. Ca. 30 % der Frühgeborenen vor der 32. Schwangerschaftswoche sind von bleibenden Störungen betroffen. Ein Großteil dieser Frühgeburten ist bei rechtzeitiger Intervention vermeidbar. Ca. 70 % aller Frühgeburten werden durch aufsteigende Genitalinfektionen der Mutter ausgelöst. Aber auch andere Risikofaktoren wie Rauchen, psychische Belastungen, Alkoholkonsum und ungesunde Ernährung können ursächlich für eine Frühgeburt sein. Zurzeit werden deshalb besonders die Risikofaktoren Rauchen und Scheideninfektionen im Modell „Hallo Baby“ angegangen. Weitere Module zur frühzeitigen Erkennung und Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes sowie Parodontitis sind in Planung.
Am integrierten Versorgungsmodell „Hallo Baby“ nehmen mittlerweile rd. Ein Drittel der 2.400 niedergelassenen Gynäkologen in Nordrhein-Westfalen teil und es werden täglich mehr; es beteiligen sich auch alle 39 Perinatalzentren/Geburtshilflich-neonatologische Schwerpunkte in NRW, u.a. das Perinatalzenrum des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld.
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