Operationen vermeiden? Die FOI-Methode.

FOI steht für Funktionelle Orthonomie und Integration

Gelenkschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden in Deutschland. Über die Hälfte der Deutschen gab in einer Studie des Robert–Koch Instituts an im letzten Jahr von Gelenkschmerzen betroffen zu sein und jeder 5. Deutsche litt sogar an akuten Gelenkschmerzen. Bei chronischen Gelenkschmerzen raten Ärzte häufig zu einer Operation. Doch wann ist eine Operation sinnvoll und wann nicht? Und welche alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

In kaum einem Land wird so viel – und oft auch unnötigerweise – operiert wie in Deutschland. Experten schätzen, dass etwa jede dritte Operation in Deutschland unnötig sei. Dabei birgt jede OP verschiedene Risiken, belastet den Körper und kann verschiedene Folgeprobleme mit sich ziehen. Die BKK Diakonie rät Versicherten deshalb sich im Zweifelsfall immer eine zweite Meinung einzuholen und Rücken- oder Gelenkprobleme alternativ mit einer schonenden Therapie zu behandeln.

„Es gibt Situationen, wo eine Operation gut und richtig ist.“

Das betont Physiotherapeut Axel Berg, der als Kooperationspartner mit der BKK Diakonie versichert ist. Erschreckend sei aber, dass in vielen Fällen vorschnell zum Messer gegriffen werde und die Zahl der chirurgischen Eingriffe immer weiter ausufere. Um kostenintensive Operationen und die damit verbundenen Risiken zu vermeiden, hat die BKK Diakonie im Jahr 2017 in Kooperation mit Axel Berg das Pilotprojekt „Zweitmeinungen bei Rücken- und Gelenkproblemen“ gestartet.

Zunächst wurde festgestellt, ob eine Operation im Bereich Hüfte, Knie, Wirbelsäule oder Schulter notwendig und sinnvoll ist oder ob die Beschwerden mit der FOI-Methode behandelt werden können. Im ersten Projektjahr haben sich insgesamt 25 Versicherte mit der FOI-Methode behandeln lassen. Mittlerweile (Stand April, 2019) haben sich 59 Versicherte bei Axel Berg eine Zweitmeinung eingeholt. Von diesen 59 mussten zwei operiert werden. Neun Versicherte sind derzeit noch in Behandlung.

Die FOI-Methode als WDR Beitrag

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Axel Berg. Heilpraktiker für Physiotherapie

Die FOI-Methode…

…ist eine manualtherapeutische Mobilisationstechnik für die Wirbelsäule und Gelenke. Das Konzept beruht darauf, dass alle Gelenke des menschlichen Skeletts in Verbindung stehen und sich Störungen eines Gelenks auch auf die umliegenden Gelenke auswirken. FOI-Therapeuten sehen sich den gesamten Körperbau und die Funktion an und testen, ob Wirbel oder Gelenke durch Verspannungen oder Schieflagen blockiert sind. Die Ursachen für Schmerzen, Haltungsschäden oder Verspannungen können dadurch gut diagnostiziert und therapiert werden.