telefon

BKK Diakonie - Krankenkasse für soziale Berufe - Zur Startseite



         

Workshops | Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

In den letzten Jahren ist in Deutschland die Zahl der Ausfalltage durch Krankheit insgesamt gesunken, gleichzeitig ist die Zahl der psychischen Erkrankungen in den letzten fünf Jahren um 80 % gestiegen (BKK-Gesundheitsreport 2011). Diesem Sachverhalt hat sich auch die Forschung gewidmet und ein Phänomen klarer beschrieben, den so genannten Präsentismus. Das Wort bezeichnet Mitarbeitende, die zwar anwesend (präsent) sind, deren Arbeitsleistung jedoch aufgrund einer Erkrankung oder aufgrund von psychischen Belastungen erheblich gemindert ist.

Je nach Forschungsansatz wird das Verhältnis von krankheitsbedingt abwesenden Mitarbeitenden zu „präsenten“ aber eben nicht voll leistungsfähigen Mitarbeitenden von 1:2 bis 1:3 eingeschätzt (Prof. Badura, Uni Bielefeld). Präsente Mitarbeitende, die nicht voll leistungsfähig sind, werden vom Personalcontrolling in der Regel bisher noch nicht erfasst. Leistungseinbußen durch Präsentismus werden nicht wahrgenommen, gleichwohl sie im Verhältnis zu den reinen Abwesenheitszeiten durch Krankheit deutlich höher zu veranschlagen sind.

Ein modernes BGM setzt an den Stellen an, an denen nachweislich gesundheitsschädliche Faktoren wirken. Es berücksichtigt ebenso die demographischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Mitarbeitenden als auch die Notwendigkeit, leistungsstarke Mitarbeitende langfristig an die Einrichtung zu binden. Es etabliert langfristig eine auf Gesundheit zielende Kultur, in der Mitarbeitende gesund, motiviert, integriert und verlässlich ihre Leistung zur Verfügung stellen. Eine reine zur Verfügungstellung von Fortbildungen zum Thema wirkt oft wie ein Strohfeuer, zur Zeit der Fortbildung ist es präsent, nach einiger Zeit verflacht es.

Der Prozess zur Gestaltung einer gesundheitsförderlichen Kultur in der Einrichtung ist ein langfristiger auf Nachhaltigkeit angelegter. Er ist damit nichts Geringeres als ein Changeprozess.

Die BKK Diakonie hat Instrumente entwickelt, die einen ganzheitlichen, nachhaltig wirkenden Prozess gestalten. Das Programm zur nachhaltigen Gesundheitsförderung kann organisch in die Organisation implementiert werden und wirkt sich positiv auf die Gesundheitskultur der Einrichtung aus. Dies bewirkt langfristig:


  • eine Stabilisierung und Sicherung der Existenz der Einrichtung,
  • eine gelebte, wertschätzende Kultur in der Einrichtung,
  • eine stabile Arbeitsleistung und Eigenverantwortung,
  • eine höhere Kreativität,
  • eine hohe Bindung der Mitarbeitenden und
  • geringere Ausfallquoten durch Abwesenheit oder Präsentismus.
Folgende Workshops inspirieren und qualifizieren Ihre Leitungskräfte und Ihre Mitarbeitenden zu gesundem Arbeiten und zur Entwicklung gesundheitsförderlicher Strukturen:

……………………………………………………………………………………………………………………………………

Modul 1: Seminar „Salutogene Führung“ | 1 Tag

Führungskräfte in sozialen Einrichtungen stehen heute unter einem besonderen Druck. Sie sollen die gesetzlichen Vorgaben konsequent einhalten, die Dokumentation überwachen, für eine gute Vernetzung sorgen, bei Ausfällen selbst einspringen, die eigenen Aufgaben souverän bewältigen und für eine gute Stimmung im Team sorgen.
Über 60 % der Führungskräfte haben erhebliche Erschöpfungssymptome mit der Gefahr auszubrennen. Mit verschiedenen Modellen aus dem Coaching- und Präventionsbereich bekommen Sie Handwerkszeug um Herausforderungen gut verstehen und einordnen zu können (Konfliktmodell, „Räume der Veränderung“, Salutogenese, Verhältnisprävention – Verhaltensprävention). Auf dieser Basis begleiten wir Sie zur Anwendung im Alltag. Wir zeigen Ihnen wie Sie selbst gesund bleiben können und wie gesunde Führung das Klima verbessert und die Arbeitsfähigkeit Ihrer Mitarbeitenden stärkt.

……………………………………………………………………………………………………………………………………

Modul 2: Seminar „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ | 1 Tag

„Jedes Jahr wird es schlimmer, noch mehr geht nicht“ denken Sie und wundern sich, was alles noch dazu kommen kann. Diese Sichtweise ist keine Einzelmeinung und wird häufig rückgemeldet.

An den Stressoren, den Anforderungen und Arbeitsbedingungen, können wir oft wenig ändern. Die Stellschraube, die Ihnen jedoch immer zur Verfügung steht, ist die der persönlichen Stressbewertung und Bewältigung.

Und dafür gibt eine gute Unterstützung und ein wirksames Konzept: die Achtsamkeit. In diesem Seminar wird es konkret und alltagstauglich vermittelt.

Ein Achtsamkeitstraining hat folgende Ziele:

  • Im Augenblick ganz präsent sein
  • Situationen mit mehr Bewusstsein erleben und besser steuern können
  • Gefühl + Verstand in Einklang bringen
Ziel des Seminares ist es, dass Teilnehmende lernen, sich selbst „beobachten“ zu können und mehr Konzentration und Gelassenheit auch in schwierigen Situationen zu bewahren.

So wird Erholungskompetenz und Resilienz (innere Widerstandskraft) erarbeitet und Sie entwickeln ein persönliches Konzept, wie Sie gut in innerer Balance bleiben können.

……………………………………………………………………………………………………………………………………

Modul 3: Seminar „was mich stark macht“ | 4 Std

Proaktiv und gesund leben - mit dem Resilienzprogramm der BKK Diakonie

Es geht um Ihre Energie. Ihre Energie für Ihr Leben und für Ihre Arbeit.

Angesichts vieler und komplexer Herausforderungen, neuer Möglichkeiten und ständiger Veränderungen kann Ihre Energie leicht blockiert werden. Damit dies nicht geschieht, wird es immer wichtiger das Steuer selbst und bewusst in die Hand zu nehmen und proaktiv zu leben.

Resilienz beschreibt die Fähigkeit Herausforderungen gut zu bewältigen. Diese Fähigkeiten sind bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. Wie die körperliche Fitness trainiert wird, lässt sich auch Resilienz trainieren.

Auf den Alltag übertragen, sind es diese Fragen, die die Leistungsfähigkeit entscheidend beeinflussen:

  • Was ist meine Grundhaltung in Bezug auf meine Arbeit?
  • Wie erkenne ich meine Primärmotivation und kann sie als Kraftquelle nutzen?
  • Wie kann ich den ganzen Druck bewältigen?
  • Was heit: Die Opferrolle verlassen?
  • Wie kann ich mein Erholungssystem besser aktivieren und nutzen?
  • Was tun in Phasen unruhigen Schlafens?
  • Warum ist Freue und Begeisterung so wichtig?
  • Wie gestalte ich mein persönliches Netzwerk?
Entwickeln und trainieren Sie mit uns Ihr persönliches Resilienzkonzept! Wir geben Ihnen Anregungen und arbeiten mit Ihnen daran, wie Sie Ihr Konzept im Alltag wirksam anwenden können.

……………………………………………………………………………………………………………………………………

Modul 4: Seminar „Kollegialität gestalten und als Energieträger nutzen“ | 4 Std

In Ihrem Berufsleben haben Sie die Erfahrung sicher schon gemacht: Entweder ist die Stimmung im Team gut, es macht allen Spaß miteinander zu arbeiten, oder irgendwie ist der Wurm drin und es kommt schnell zu Missverständnissen, Abgrenzungen, Aufrechnungen und längeren Ausfallzeiten. Die gute Botschaft: Kollegialität ist eine wichtige Resilienz-Ressource. Wir erarbeiten mit Ihnen, wie Sie dies realisieren können.

Das Seminar hat folgenden Ablauf:

  • Das Modell der Energiebringer und -räuber
  • Die Wirkung von Stress auf den Körper - Das autonome Nervensystem und die Wirkung von Sympatikus und Parasympatikus verstehen
  • Wie kann das Erholungssystem aktiviert werden? (parasympatisches System?)
  • Was hält den Sympatikus aktiv auch wenn äußerlich Ruhe einkehrt?
  • Die Dynamik innerer Antreiber
  • Kollegialität als Ressource zur Stressbewältigung?
  • Welche Antreiber verhindern das?
  • Was kann ich den Anteibern entgegensetzen?
  • Wie lässt sich Kollegialität konkret gestalten?
Einige ergänzende Aspekte aus dem Resilienzprogramm:

  • Bewusst ja sagen, bewusst nein sagen (lernen im Umgang mit Kollegen)
  • Das Häkchenprinzip (wenn ich abgebe an Kollegen mache ich einen Haken und muss mich nicht mehr kümmern - ich vertraue)
……………………………………………………………………………………………………………………………………

Sie interessieren sich für unsere Angebote und wollen Ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement installieren bzw. es mit unseren Modulen weiterentwickeln? Dann rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne über die Wege, wie wir Sie in Ihrer Einrichtung bzw. in Ihrem Unternehmen unterstützen können.

Kontakt:

Frank Großheimann, Tel. 0521.329876-165
Mail frank.grossheimann@bkk-diakonie.de

Christine Hildebrand, Tel. 0521.329876-166
Mail: christine-hildebrand@bkk-diakonie.de

Stefan Wenzel, Tel. 030-46705 8500
Mail: stefan.wenzel@bkk-diakonie.de