Aktuelle Informationen zu dem Thema Impfstrategie gegen das Coronavirus

Alle wichtigen Informationen zum Thema

Wer kann sich wann impfen lassen – und mit welchem Impfstoff? Wie komme ich an einen Termin, und wo ist das nächste Impfzentrum? Wer erhält ein Anschreiben zum Impftermin von der BKK Diakonie? Alle wichtigen Infos finden Sie hier.

Abgebildet ist vor hellblauem Hintergrund, eine Hand mit weißem Einmalhandschuh, welche eine Spritze in der Hand hält

Wir werden unsere Versicherten anschreiben.

Die Coronavirus-Impfverordnung sieht eine aktuelle Änderung vor. Versicherte, deren Corona-Impfung bald ansteht, können eine schriftliche Information erhalten.

Die obersten Landesgesundheitsbehörden informieren die Krankenkassen, wenn über die Daten der Krankenkassen Versicherte angeschrieben werden sollen. Die Krankenkassen ermitteln die Betroffenen anhand der Daten, die Ärzte und Krankenhäuser für ihre Abrechnung übermitteln. Versicherte können sich dann mit diesem Schreiben an ihr Impfzentrum wenden und Impftermine vereinbaren.  Bisher wird diese Regelung nur in Bremen und in Niedersachsen genutzt. Dennoch muss niemand besorgt sein. Das Bundesministerium für Gesundheit hat sich zum Ziel gesetzt, dass jeder Impfwillige bis Ende September eine Erstimpfung erhalten soll. Wenn Sie wissen möchten, zu welcher Priorisierungsgruppe Sie zählen, wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin gerne Auskunft geben. Ihr Impfzentrum informiert Sie dann, wann es in Ihrer Gruppe mit dem Impfen losgeht.

Alles rund um die Impfreihenfolge und die Priorisierungsgruppen

Da anfänglich nur eine begrenzte Menge an Impfstoffen verfügbar sein wird, hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut Personengruppen mit besonders hohem Risiko für Ansteckung und schweren Verlauf definiert.

Die Coronavirus-Impfverordnung baut auf dieser STIKO-Empfehlung auf und unterscheidet Personen mit höchster Priorität, hoher Priorität und erhöhter Priorität für eine Covid-19 Impfung. Die STIKO hat ihre Empfehlung mittlerweile zum zweiten Mal aktualisiert. Die aktuellen Empfehlungen sind in der Corona-Impfverordnung am 08.02.2021 in Kraft getreten. Zunächst soll die Personengruppe mit höchster Priorität geimpft werden. Für Personen zwischen 18 und 64 Jahren wird der Impfstoff von AstraZeneca verwendet und für alle, die älter als 64 Jahre sind, die Impfstoffe der Firmen BioNTech oder Moderna.

Folgende Personengruppe soll als erstes geimpft werden:

  1. Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,

  2. Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,

  3. Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 durchführen oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben,

  4. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,

  5. Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten.

Folgende Personen haben mit hoher Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  1. Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben,

  2. folgende Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
    a) Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung,
    b) Personen nach Organtransplantation,
    c) Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
    d) Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen,
    e) Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,
    f) Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen,
    g) Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen,
    h) Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
    i) Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
    j) Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40),
    k) Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,

  3. bis zu zwei enge Kontaktpersonen
    a) von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
    b) von einer schwangeren Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,

  4. Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Dienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,

  5. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und Personen, die regelmäßig zum Zwecke der Diagnostik des Coronavirus SARS-CoV-2 Körpermaterial entnehmen,

  6. Polizei- und Einsatzkräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,

  7. Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,

  8. Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,

  9. Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind,

  10. Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind,

  11. Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder Nummer 4 des Infektionsschutzgesetzes oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind,

  12. Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Folgende Personen haben mit erhöhter Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  1. Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben,

  2. folgende Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
    a) Personen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen,
    b) Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen,
    c) Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertonie,
    d) Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung,
    e) Personen mit Asthma bronchiale,
    f) Personen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung,
    g) Personen mit Diabetes mellitus ohne Komplikationen,
    h) Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30),
    i) Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,

  3. bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person nach den Nummern 1 und 2, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,

  4. Personen,
    a) die Mitglieder von Verfassungsorganen sind,
    b) die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege tätig sind,
    c) die in besonders relevanter Position im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind, oder
    d) die als Wahlhelfer tätig sind,

  5. Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen,

  6. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Laboren, und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut,

  7. Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind,

  8. Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht in der Priorisierungsgruppe 2 erfasst sind, tätig sind,

  9. sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Bisher sind die Impfstoffe nicht für Kinder zugelassen. Bei Kindern gelten sehr viel höherer Voraussetzungen für die klinischen Prüfungen als bei Erwachsenen. Daher ist frühestens Ende dieses Jahres bis Anfang nächsten Jahres mit einem Impfstoff für Kinder zu rechnen. Möglich ist allerdings, dass der Impfstoff dann zunächst nur für ältere Kinder eingesetzt werden darf.

Alles rund um den Ablauf bei der Corona-Impfung

Die Impfung gegen COVID-19 findet in Impfzentren statt. Diese werden von den Bundesländern an zentralen Orten eingerichtet, so dass in jedem Landkreis oder jeder kreisfreien Stadt mindestens ein Zentrum vorhanden ist.
Insgesamt gibt es in Deutschland über 400 Impfzentren. Zusätzlich suchen mobile Impfteams beispielsweise Alten- oder Pflegeheime auf und impfen dort Personen, die nicht mobil sind.

Nach der Coronavirus-Impfverordnung vom 10.03.2021 können zusätzlich auch beauftragte Arztpraxen und beauftragte Betriebsärzte gegen COVID-19 impfen.  

Einen guten Überblick über die eingerichteten Impfzentren mit Adressen findet man auf den Internetseiten der Ministerien für Gesundheit der einzelnen Bundesländer.

Es gibt grundsätzlich keinen Anspruch auf die Auswahl eines Impfzentrums. Allerdings gibt es Bundesländer, die den Impflingen die Wahl des Impfzentrums ermöglichen. Mehr Informationen dazu findet man auf den Internetseiten der Bundesländer oder über die Terminvergabe-Hotlines.

Die Organisation der Impfung und die Vergabe der Impftermine regeln die Bundesländer. Werden Impfberechtigte postalisch informiert, erfolgt das in den meisten Bundesländern nicht durch die Krankenkasse, sondern durch die einzelnen Bundesländer selbst.

Ein Besuch des Impfzentrums ist nur nach vorhergehender Terminvergabe möglich.

Über die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sollen Anrufe in die Callcenter der Länder zur Terminvereinbarung gesteuert werden. Zusätzlich soll es die Möglichkeit geben, online Termine zu vereinbaren.

Da letztendlich die Bundesländer für die Terminvergabe verantwortlich sind, sind regional auch andere Lösungen der Terminvergabe denkbar.

Weiterführende Informationen für jedes Bundesland findet man auf der Internetseite vom Patientenservice 116117.

Nach dem Entwurf der aktuellen Coronavirus-Impfverordnung sollen Personen ihren Anspruch auf die Impfung über folgende Dokumente nachweisen:

  • Personalausweis oder einen anderen Lichtbildausweis
  • ein ärztliches Zeugnis über das bei ihnen krankheitsbedingt sehr hohe, hohe oder erhöhte Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf
  • eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder eine Bescheinigung einer Einrichtung über die Behandlung, Betreuung oder Pflege dieser Person
  • eine Bescheinigung, dass die Person eine enge Kontaktperson einer pflegebedürftigen oder schwangeren Person ist
  • in Bremen das Anschreiben der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz (Versand an die Altersgruppe der 70 bis 79 Jährigen mit Vorerkrankung)
  • eine zusätzliche Bescheinigung über die vorliegende gesetzliche oder private Krankenversicherung, sollte die Person ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort nicht in der Bundesrepublik Deutschland haben

Für Personen, die zur Priorisierungsgruppe 1 gehören (höchste Priorität), gilt somit folgendes:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, zeigen ihren Personalausweis zur Feststellung des Alters vor.
  • Personen, die aufgrund ihres Berufs der Priorisierungsgruppe 1 angehören, zeigen eine entsprechende Arbeitgeberbescheinigung vor.

Bei bestimmten Erkrankungen (siehe Corona-Impfverordnung) liegt ein hohes oder erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf vor.

In diesen Fällen müssen Personen ein ärztliches Zeugnis in den Impfzentren vorlegen, welches die entsprechende Priorisierungsgruppe belegt.

Die niedergelassenen Arztpraxen sind zur Ausstellung eines ärztlichen Zeugnisses berechtigt. Eine formlose Bescheinigung des Arztes ist ausreichend. Es müssen keine Details über die vorliegende Erkrankung angegeben werden.
Ist der Patient/ die Patientin dem Arzt aufgrund früherer Behandlung persönlich bekannt, dann darf dieser/diese das ärztliche Zeugnis auch telefonisch anfordern. Das ärztliche Zeugnis wird dann vom Arzt per Post an den Patienten versendet. Sowohl das Ausstellen als auch der Versand per Post sind kostenfrei.

Hinweis: Ab April sollen Schritt für Schritt Arztpraxen mit der Corona-Impfung starten. Personen benötigen kein ärztliches Zeugnis, wenn Sie sich in einer Arztpraxis impfen lassen, in der sie auch in Behandlung sind.

Zunächst melden sich die Impfwilligen an einer Anmeldung im Impfzentrum, weisen sich aus und legen ihren Berechtigungsnachweis vor. Anschließend erhalten Sie Informationen zur Impfung, zu Risiken und Nebenwirkungen und einen Fragebogen zu ihrem Gesundheitszustand. Die Impfwilligen werden hierbei von Ärzten und Ärztinnen aufgeklärt. Daraufhin wird die Impfung in einer Einzelkabine durch medizinisches Personal durchgeführt. Abschließend können sich die geimpften Personen in einem Beobachtungsbereich aufhalten. Dies dient der Nachbeobachtung und zum Komplikationsausschluss.

Insgesamt wird der Besuch des Impfzentrums 45 bis 60 Minuten dauern.
Die Impfzentren sind bewusst weitläufig und in Form von „Impfstraßen“ gestaltet, damit Abstände eingehalten werden können und somit das Infektionsrisiko geringgehalten wird.

Die zu impfenden Personen bekommen jeweils ein Aufklärungsmerkblatt und einen Einwilligungsbogen im Impfzentrum ausgehändigt. Diese Dokumente füllen sie vor der Impfung aus und unterschreiben sie.
Aufklärungsmerkblatt: 
Dieses enthält Informationen zur Art des Impfstoffs, zur Wirksamkeit der Impfung, Kontraindikationen, Verhalten vor und nach der Impfung, mögliche Impfreaktionen und Vorgehen bei Impfkomplikationen.
Einwilligungsbogen:

Der Einwilligungsbogen enthält Fragen zum Gesundheitszustand der zu impfenden Person, zu früheren Impfungen, zu Allergien und zur Einnahme von Gerinnungshemmern.

Das Aufklärungsmerkblatt und den Einwilligungsbogen findet man auf der Internetseite des RKI:

Wie bei allen anderen Impfungen auch, kann es nach der Anwendung des mRNA-Impfstoffes Comirnaty® von BionTech/Pfizer und Covid-19-Vaccine (m-RNA1273) von Moderna zu Lokal- und Allgemeinreaktionen kommen. Am häufigsten wird von Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Frösteln, Gelenkschmerzen, Fieber oder Schwellung der Einstichstelle berichtet. Personen über 55 Jahren hatten in den Studien seltener Reaktionen als jüngere Personen. Die Reaktionen sind meist mild oder mäßig ausgeprägt. Begleiterscheinungen treten häufiger nach der zweiten Impfdosis auf.

Nach Anwendung des Vektor-basierten Impfstoffes von AstraZeneca kann es zu Schmerzen an der Einstichstelle und Spannungsgefühl kommen. Auch hier können Reaktionen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl sowie erhöhte Temperatur auftreten. Bei diesem Impfstoff treten Reaktionen eher nach der ersten Impfdosis auf. Seit dem 16.03.2021 waren Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff ausgesetzt. Anhand der Daten konnte nicht ausgeschlossen werden , dass eine Blutgerinnungsstörung im Zusammenhang mit der Impfung steht. Die Blutgerinnungsstörung ist zwar sehr selten, sie kann aber tödlich verlaufen. In Deutschland ist es bisher bei 7 von 1,6 Millionen Impfungen zu einem Blutgerinnsel in einer Hirnvene und einer gleichzeitigen Abnahme der Blutplättchen gekommen. Da die Erkrankungen kurz nach der Impfung aufgetreten sind, empfahl das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca bis zur weiteren Klärung auszusetzen. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat das PEI mittlerweile Entwarnung gegeben. Seit dem 19.03.2021 darf der Impfstoff von AstraZeneca wieder verwendet werden.

Geimpfte Personen können über die App SafeVac 2.0 angeben, wie gut sie die Impfung vertragen haben. Diese Beobachtungsstudie dient dem Robert-Koch-Institut dazu, möglichst viele Informationen zur Verträglichkeit der COVID-19 Impfstoffe zu sammeln.

Alternativ können geimpfte Personen mögliche Nebenwirkungen auch über die Website www.nebenwirkungen.bund.de, dem örtlichen Gesundheitsamt oder ihren Hausarzt/ ihre Hausärztin melden.

Für eine vollständige Grundimmunisierung mit den in Deutschland momentan verfügbaren Corona-Impfstoffen wird eine zweimalige Impfung benötigt.

Die Impfabstände hängen vom verwendeten Impfstoff ab. Beim Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist ein Abstand von 21 Tagen notwendig, beim Impfstoff von Moderna sind es 28 Tage bis zur zweiten Impfung. Für den Impfstoff von AstraZeneca ist ein Mindestabstand von 9 bis 12 Wochen zwischen den Impfdosen vorgesehen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson beziehungsweise Janssen muss nur einmal geimpft werden.

Alles rund um die anfallenden Kosten

Für die impfwilligen Personen ist die Impfung kostenfrei. Die Kosten für den Impfstoff werden vom Bund getragen. Die Organisation und der Betrieb der Impfzentren wird von der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung und den Ländern finanziert. 

Nach der Coronavirus-Impfverordnung soll die Corona-Schutzimpfung sowohl in Impfzentren als auch durch mobile Impfteams erfolgen. Die Impfteams stellen sicher, dass auch Personen mit eingeschränkter Mobilität geimpft werden können. Für die Organisation und Umsetzung sind die einzelnen Bundesländer verantwortlich. Dadurch wird die Vorgehensweise voraussichtlich regional unterschiedlich sein. Es macht daher Sinn, sich bei der Terminvereinbarung direkt nach den regionalen Beförderungsangeboten zu erkundigen.

Kommt eine Impfung durch ein mobiles Impfteam nicht in Frage, können Fahrkosten zum Impfzentrum auch von den Krankenkassen übernommen werden. Voraussetzung ist, dass es sich bei den Impflingen um dauerhaft mobilitätsbeeinträchtigte Versicherte (Merkzeichen aG, Bl oder H bzw. Pflegegrad 4 oder 5. Bei Pflegegrad 3 muss zusätzlich das Merkzeichen G vorliegen) handelt. Eine gesonderte Genehmigung durch die BKK Diakonie ist nicht erforderlich.