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Gesundes Arbeiten in sozialen Berufen

Unsere Gesellschaft wird immer älter – und pflegebedürftiger. Soziale Berufe haben also eine gute Zukunft. Doch sie haben es auch in sich, denn die Belastungen im Arbeitsalltag sind oft sehr groß. Nicht selten braucht derjenige, der hilft, irgendwann selbst Hilfe.

Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen steigen generell. Stress, Mobbing, Burnout oder Depression werden aber häufig von Nichtbetroffenen als Modekrankheiten belächelt und nicht wirklich ernst genommen. Eine besonders gefährdete Berufsgruppe sind zweifellos Beschäftigte in sozialen und pflegerischen Berufen, wie man anhand von Zahlen belegen kann. Ein Grund: Die Arbeitsbelastung ist bei ihnen in der Regel extrem hoch, denn es gibt vielerorts zu wenig Personal für zu viele zu betreuende Menschen.

Hinzu kommt die oft anzutreffende Persönlichkeitsstruktur von Menschen in sozialen Berufen. Die Aufmerksamkeit des Helfers richtet sich überwiegend auf andere Menschen und Situationen. In der Folge wird das eigene Befinden zurückgestellt. Gerade diese besondere Eigenschaft kann dazu führen, dass im Laufe des Berufsalltags die Selbstwahrnehmung zusehends zu kurz kommt. Die oder der Betroffene wird gleichgültig gegenüber sich selbst. Hinzu kommt häufig ein hoher Anspruch an das eigene Berufsverständnis, dem man aufgrund des beschriebenen äußeren Drucks nur schwer gerecht werden kann. Man bleibt dann also hinter den eigenen Erwartungen und dem beruflichen Selbstverständnis zurück, was ein permanent schlechtes Gewissen erzeugt.

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