Online Stresslabor

Wie funktioniert Stress?

Nahezu jeder kennt das Gefühl unter Zeitdruck zu stehen, sich überfordert zu fühlen oder viele Dinge auf einmal erledigen zu müssen. Nicht selten führen solche Situationen zu Angespanntheit und Stress. Stress ist ein bio- logischer Mechanismus unseres Körpers, eine seit der Uhrzeit in den Genen vorprogrammierte Reaktion des Körpers auf Reize. Wirken Stressreize auf uns ein, werden blitzschnell die vorhandenen Energiereserven aktiviert und unser Körper auf die überlebensnotwendige Bewältigung eines Problems vorbereitet.

Individuelles Stressempfinden

Das persönliche Stressempfinden ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Was den einen Menschen an seine Grenzen bringt, ist für den anderen völlig unproblematisch.

Unstrittig ist jedoch, dass jeder ab und an mal gestresst ist. Dabei gilt es allerdings zu unterscheiden, ob der Stress positiv oder negativ empfunden wird. Positiver Stress, sog. Eustress, wird z.B. durch Vorfreude auf anstehende Ereignisse verursacht und führt auf körperlicher Ebene zu Reaktionen, die uns zu Spitzenleistungen anspornen.

Reize, die wir als unangenehm oder störend empfinden, tragen ein gewisses Schädigungspotenzial in sich und werden Distress genannt. Dieser negative Stress kann zu verschiedenen Reaktion der körperlichen Regelsysteme führen.

Warum kann Stress krank machen?

Wie bei vielen Dingen im Leben, gilt auch für den Stress: Die Dosis macht das Gift. Natürlich im übertragenen Sinne. Zuviel Stress schadet uns auf Dauer, da die natürliche Stressreaktion in der heutigen Zeit auf körperlicher Ebene nicht zu Ende geführt wird. Wenn man bedenkt, dass bei Stressbelastungen Hormone wie Noradrenalin, Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet werden und diese für verschiedene körperliche Reaktionen, wie z.B. erhöhte Puls- und Atemfrequenz und einen erhöhten Blutdruck verantwortlich sind, ist es nicht verwunderlich, dass diese sensiblen Systeme bei langanhaltenden Stresszuständen aus dem Gleichgewicht geraten können. Insbesondere wenn keine Abreaktion der dauerhaften Anspannung z.B. durch Sport erfolgt, kann es zu Überlastungen des Organismus kommen. Verschiedene Alarmsignale im Form vom muskulären Verspannungen, chronischen Kopf- schmerzen, Schlafstörungen oder Magen-Darm-Problemen, können Anzeichen einer ständigen Stressbelastung sein, die eine Gefahr für Körper und Seele darstellen können.

Gut zu wissen:

Leiden auch Sie unter Stress im Alltag oder im Job? Der Online Coach zum Thema Stress der BKK Diakonie bietet Ihnen die Möglichkeit Ihr persönliches Stresslevel zu testen und Strategien im Umgang mit Stress zu entwickeln.

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