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Pflegestärkungsgesetz – Experten nehmen die Skepsis

Bereits seit dem Jahreswechsel ist das neue Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten. Aus drei Pflegestufen wurden fünf Pflegegrade. Für viele mag das verwirrend klingen, aber die Experten beruhigen. Ziel ist die ambulante Pflege demenzerkrankter Menschen und pflegenden Angehörigen zu stärken. Ob dieses Vorhaben gelingt, wurde beim Klinikforum des Ev. Krankenhauses Bielefeld (EvKB) mit vier Experten diskutiert. Dirk Teich, rechts im Bild, war Teil des Quartetts.

Der Pflegebedürftigkeitsbegriff als solcher ist im Zuge der Gesetzesänderung maßgeblich neu definiert worden. Pflegebedürftig alt bedeute, dass ein Mensch infolge einer Krankheit oder anderer gesundheitlicher Probleme auf pflegerische Hilfe angewiesen ist. Im neuen Gesetz dreht sich alles um die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen.

Die bisherigen Kriterien, nach denen der Pflegebedarf beurteilt wurde, haben sich ebenfalls verändert. Die bisherige Messung des Pflegebedarfs nach Minuten wurde durch eine gutachterliche Beurteilung der Selbstständigkeit abgelöst. Dazu werden die Fähigkeiten in allen Lebensbereichen herangezogen.

Dirk Teich, stellvertretender Vorstand der BKK Diakonie und Bereichsleiter Leistungen nimmt von Seiten der Krankenkassen die Sorge, dass durch die Gesetzesänderung weniger Geld- oder Sachleistungen zur Verfügung gestellt werden. „Laut Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sollte es bei dieser Reform keine Verlierer geben. Das kann ich aus der Praxis bisher nur bestätigen.“ Für viele würde das letztendlich sogar mehr Geld bedeuten, da sich das System insgesamt deutlich flexibler präsentiert. Das wird auch an der Kurzzeitpflege deutlich. Teich: „Der Höchstbetrag für die Kurzzeitpflege kann aus den nicht verwendeten Beträgen Mitteln der Verhinderungspflege aufgestockt werden“:

Bei der Fülle an Angeboten macht es in jedem Fall Sinn sich beraten zu lassen. Das kann man unter anderem bei den Pflegekassen oder in der Pflegeberatung der Gemeinden. Auch Teich bietet an: „Wenn irgendwas unklar ist, kann ich Ihnen nur raten: Fragen Sie bei uns nach, wir helfen gern!“. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gerne persönlich.

Weitere Informationen zum Pflegestärkungsgesetz finden Sie unter Überblick über die Pflegegrade

Unsere Experten der Pflegeversicherung erreichen Sie unter 0521.329876-120

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